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    Faktorielle und konvergente Validität der Kurzversion des „Fragebogens zu Gedanken und Gefühlen“ (FGG-14) bei Borderline-Persönlichkeitsstörung
    (2023) ;
    Beller, Johannes 
    ;
    ;
    Dreyße, Kathrin 
    Der „Fragebogen zu Gedanken und Gefühlen“ (FGG) wird sowohl als Screeninginstrument als auch zur Therapieplanung und -evaluation bei PatientInnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) eingesetzt. Primäres Ziel der vorliegenden Studie war die Validierung der zugrundeliegenden faktoriellen Struktur der 14 Items umfassenden Kurzversion FGG-14. Zusätzlich sollten Itemcharakteristika, Reliabilität und Hinweise auf konvergente Validität ermittelt werden. Eine diagnostisch homogene Stichprobe von PatientInnen mit BPS (N=3035) einer psychosomatischen Klinik erhielt verschiedene Selbstbeurteilungsinstrumente, darunter den FGG-14. Das erwartete einfaktorielle Modell der Struktur des FGG hatte keine ausreichende Güte der Modellfitindizes (CFI=0,751; TLI=0,706; RMSEA=0,115; SRMR=0,073). Explorative Faktorenanalysen zeigten Hinweise auf zwei oder drei spezifische Faktoren. In einer erneuten konfirmatorischen Faktorenanalyse erwies sich ein Bi-Faktor-Modell mit zwei spezifischen Faktoren als überlegen (CFI=0,956; TLI=0,936; RMSEA=0,054; SRMR=0,034). Die interne Konsistenz der Gesamtskala sowie der vorgeschlagenen Subskalen „Beziehungsschwierigkeiten und emotionale Dysregulation“ sowie „Autoaggression“ nahm akzeptable bis gute Werte (ω=0,81–0,84; α=0,79–0,85) an. Die Zusammenhänge zu konstruktnahen Skalen waren erwartungsgemäß. Die psychometrischen Gütekriterien des FGG-14 können damit bestätigt werden. Die Betrachtung der Subskalen kann die Behandlungsplanung unterstützen.
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