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Wie lässt sich die alltägliche Informations- und Quellenbewertung fördern?
Untertitel
Eine visuell basierte Intervention zur Kompetenzförderung durch Selbstreflexion
Abstract
Die vorliegende Arbeit untersucht das alltägliche Informationsverhalten mit dem Fokus auf zugrundeliegende Informationsbedürfnisse der alltäglichen Daseinsvorsorge. Es wird erhoben, wie analoge und digitale Informationsquellen zu deren Erfüllung genutzt werden und welche Schwierigkeiten und Engpässe sich dabei ergeben. Die Zielsetzung dieser Arbeit liegt somit in der Schaffung eines holistischen Verständnisses alltäglicher Informationsversorgung, um diese Einsichten in einem nächsten Schritt für die Konzeption eines Lösungsvorschlags zu nutzen. Zeitgenössische Phänomene wie Desinformationen oder die Undurchsichtigkeit der Informationsproduktion durch generative KI verstärken den Bedarf an passenden Formaten der Kompetenzförderung, die gleichermaßen als demokratiestärkende Maßnahmen wirken können. Die Forschungspraxis zeigt, dass obwohl die Befragten eine hohe Affinität für Technologien und digitale Informationssuche mitbringen, Unsicherheiten und Schwächen in der Bewertung von Informationen und Quellen sowie in der Identifikation von Falschnachrichten vorliegen. Die Erhebung zu gewünschten Vermittlungsmaßnahmen diente als Grundlage zur Konzeption eines entsprechenden Lernangebots. Die entstandene Intervention wandelt den methodischen Informationshorizonten als Datenerhebungsmethode zur Sensibilisierungsmaßnahme für eine stärkere Selbst-bewusst-werdung des eigenen Informationsverhaltens ab. Methodologisch dient der mehrstufige Forschungsprozess einer stetigen Weiterführung und Spezifikation des erkenntnistheoretischen Lösungsvorschlages. In jeder Datenerhebungsphase konnten somit die bestehenden Ergebnisse konkretisiert und gleichzeitig neue Ansätze iterativ evaluiert werden. Die Arbeit schließt mit der Vorlage des niedrigschwelligen VisVe-Lernkonzeptes (kurz für: Visualisieren und Verstehen), bestehend aus zwei Visualisierungsvorlagen und drei Reflexionsfragen. Zunächst werden im Alltag genutzte Informationsquellen gesammelt und im Schema anhand weiterer Merkmale platziert. Anschließend erfolgt die grafische Priorisierung bestehender Kriterien für die Bewertung der Glaubwürdigkeit von Informationen und Quellen nach individueller Bedeutsamkeit. Ein durch konkrete Fragestellungen angeleiteter Abgleich von Praxis und Theorie erlaubt das Aufzeigen möglicher Diskrepanzen des eigenen Informationsverhaltens und ermöglicht somit die Ableitung zukünftig angestrebter Verhaltensweisen. Die konzeptionelle Offenheit der Intervention sowie die lizenzfreie Nutzung und Anpassung erlaubt eine Vielzahl potentieller Einsatzmöglichkeiten in der Bildungspraxis.
Publikationstyp
PhDThesis
Autor*in
Erscheinungsdatum
2025
DOI
Fachbereich
Institut / Einrichtung
Titel verleihende Institution
Fachbereich 3, Universität Hildesheim
Betreuer*in
Griesbaum, Joachim
Gutachter*in
Rohde, Markus
Tag der Disputation
2025
Verlag
Universitätsverlag Hildesheim
Verlagsort
Hildesheim
Auflage
1. Aufl.
Anzahl der Seiten
299
HilPub Permalink
Hinweis
Zusatzmaterialien unter https://hilpub.uni-hildesheim.de/handle/ubhi/17939
