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Potenzial einer alternativen Strukturierung von Versuchsprotokollen
Abstract
Durch Einsatz eines digitalen, fragmentierten Protokolls, in dem der Text in Bausteine gegliedert und die Ergebnisse mit den Deutungen durch Pfeile verknüpft werden, soll wissenschaftliches Denken und Schlussfolgern unterstützt und der Schreibprozess entlastet werden. In einem 2x2-Design wurde dieses Protokoll mit einem klassischen digitalen Protokoll verglichen, wobei zusätzlich die im Protokoll bereitgestellte sprachliche Unterstützung variiert wurde. Die Intervention wurde im Naturwissenschaftsunterricht einer 7. Klasse (n=168) zweier IGS im Bereich der Mechanik umgesetzt. Die Schüler*innen wurden schrittweise mit den Protokollstrukturen vertraut gemacht, bevor sie eigene Protokolle verfassten. Der Lernfortschritt und der cognitive load wurden anhand von Aufgabenprodukten, Tests und Screencasts untersucht. Ergebnisse zeigen, dass das fragmentierte Format den cog. load nicht erhöht. Während klassische Sprachhilfen (z. B. Wortfelder) eine schnelle Textproduktion ermöglichen, erfordert der prozedurenorientierte Ansatz eine intensivere Auseinandersetzung, was zu einer Erhöhung des cog. loads führen könnte. Dieser zeigte sich in den Daten nicht, was die Funktionalität des Designs und der eingesetzten Sprachhilfen andeutet.
Publication Type
ConferencePoster
Author
Date Issued
September 9, 2025
Faculty
Institute / Institution
Conference
Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP), Frankfurt am Main, 08.09.-11.09.2025
HilPub short link
Description
Die Vorstellung erfolgte am 09.09.2025 als Poster P114