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Der resiliente Staat als Verwaltungsleitbild in der Polykrise
Subtitle
Bewältigungsstrategien in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der Ausländerbehörden
Abstract
In der Bundesrepublik vollziehen kommunale Ausländerbehörden fast alle Bestimmungen des Aufenthaltsrechts. Dabei sind sie mit Implementationsaufgaben in einem Politikfeld befasst, das als Teil eines Krisendiskurses verhandelt wird. Zugleich wird die Umsetzung dieser durch „Policy Akkumulation“ gekennzeichneten hoheitlichen Aufgaben durch die Ausländerbehörden selbst als krisenhaft bewertet. Dementsprechend entwickeln Ausländerbehörden Routinen des Umgangs mit den alltäglichen Krisensituationen, die jüngst unter dem Begriff der Entwicklung von Resilienz verhandelt werden. Der Artikel verortet die Arbeit von Ausländerbehörden im Kontext der Beschreibung von Entwicklungstendenzen gegenwärtiger Staatlichkeit angesichts einer konstatierten Polykrise und der Anforderungen zur Entwicklung resilienter Verwaltungsstrukturen. Er nutzt empirische Befunde zur Krisenwahrnehmung basierend auf einer Onlinebefragung, Dokumentenanalyse, Gruppendiskussion und Einzelgesprächen und rekonstruiert, wie Ausländerbehörden unter dem Eindruck hoher Ungewissheit Handlungsfähigkeit zu wahren suchen. Wir argumentieren, dass die Ausländerbehörden sich vor allem durch (unausgesprochene) Praktiken der Rationalisierung und Distanzierung auszeichnen.
Publication Type
Article
Author
Date Issued
2025
Faculty
Institute / Institution
Journal Title
dms – der moderne staat – Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management
Volume
18-2025
Issue
2
Page Start
1
Page End
20
DOI of First Publication
HilPub short link
Description
Dieser Beitrag wurde aus Mitteln des Publikationsfonds der Universität Hildesheim unterstützt.
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