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Spezifische Phobien
Abstract
Mit einer durchschnittlichen Einjahresprävalenz von 9% gehören spezifische Phobien zu den häufigen psychischen Erkrankungen. Sie zeigen sich als intensive Furchtreaktionen vor spezifischen Situationen oder Objekten mit dem zwingenden Wunsch, diesen Situationen zu entfliehen oder sie im Vorfeld zu vermeiden. Die Ursache für die Entstehung solcher Phobien sind aversive Lernerfahrungen, welche entweder durch eigene Erfahrung, durch Beobachtung und Warnungen von relevanten Bezugspersonen oder das Beobachten kollektiver Katastrophen gemacht werden. Hinzu kommt, dass in manchen Fällen Kindheitsängste nicht durch Konfrontationserfahrungen immunisiert wurden und so noch im Erwachsenenalter bestehen. Tatsächlich ist die Reizkonfrontation in vivo auch die wirksamste Behandlungsmethode um spezifische Phobien bei Erwachsenen zu behandeln. Dies ist ggf. auch in einer Therapiesitzung möglich. Dabei müssen die zentralen Befürchtungen des Patienten in der Realität überprüft werden, um den für die erfolgreiche Therapie relevanten Lernprozess – das Extinktionslernen – zu optimieren.
Publication Type
BookPart
Author •
Hamm, Alfons O.
Editor •
Hoyer, Jürgen
Knappe, Susanne
Date Issued
2020
Faculty
Externe Einrichtung
Institute / Institution
Externe Einrichtung
Published in
Klinische Psychologie & Psychotherapie
Publisher
Springer
Publisher Place
Berlin
Page Start
1141
Page End
1157
ISBN
978-3-662-61813-4
978-3-662-61814-1
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