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Pastell, grell
Subtitle
Am Rand von Disney World erkundet Sean Baker in „The Florida Project“ einen amerikanischen Unort
Abstract
Es gibt Bundesstaaten, die im US-amerikanischen Kino nicht gut wegkommen. Einige im Süden, kaum einer im Norden; die große Mitte ist ambivalent und Texas, Staat des Lone Star und des larger than life, ohnehin. Wo aber keine Ambivalenz gefragt ist, oder: Ambivalenz nur in Bezug auf die Frage, wie man sich mit der Hässlichkeit einrichtet, fällt die Wahl gerne auf New Jersey. Oder auf Florida.
In der Topologie des Scheiterns, die im Autoren- und Independent-Kino der USA ziemlich weit ausdifferenziert worden ist, besetzen die beiden Staaten unterschiedliche Koordinaten. New Jersey: Wenn die Glücksversprechen sich bereits erledigt haben und die Welt nur noch aus ein paar Orten und Routinen besteht. Florida: Wenn das Versprechen noch nicht ganz durch ist und auch das Glücksbegehren nicht, das von einem Ort zum nächsten mitgeschleppt wird. Oder auch: zwischen den Orten hin und her, so wie es in The Florida Project von Sean Baker geschieht.
In der Topologie des Scheiterns, die im Autoren- und Independent-Kino der USA ziemlich weit ausdifferenziert worden ist, besetzen die beiden Staaten unterschiedliche Koordinaten. New Jersey: Wenn die Glücksversprechen sich bereits erledigt haben und die Welt nur noch aus ein paar Orten und Routinen besteht. Florida: Wenn das Versprechen noch nicht ganz durch ist und auch das Glücksbegehren nicht, das von einem Ort zum nächsten mitgeschleppt wird. Oder auch: zwischen den Orten hin und her, so wie es in The Florida Project von Sean Baker geschieht.
Publication Type
Article
Date Issued
March 20, 2018
Faculty
Institute / Institution
Journal Title
Der Freitag
Volume
2018
ISSN
0945-2095
Link to the original publication
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