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Furcht vor Kriminalität im Alter
Subtitle
Konturen einer entwicklungspsychologischen Perspektive
Abstract
Die These, dass die Furcht vor Kriminalität mit dem Alter zunimmt, und der Befund, dass das statistische Viktimisierungsrisiko mit dem Alter abnimmt, werden aus entwicklungspsychologischer Sicht erörtert. Dabei wird die in der Literatur zu findende Feststellung eines vermeintlichen Widerspruchs zwischen alterskorreliert zunehmender Kriminalitätsfurcht und vermindertem Viktimisierungsrisiko als Resultat einer theoretisch wie empirisch zu undifferenzierten Analyse des Gegenstands bezeichnet. Die anschließend durchgeführte differenzierte Analyse, bei der die Probleme des Drei-Komponenten-Ansatzes der Kriminalitätsfurcht erläutert und die akkomodative Regulation der Bedingungen und Folgen von Furcht fokussiert werden, führt zur Auffassung, dass eine isolierte Diskussion der Kriminalitätsfurcht der Komplexität der Zusammenhänge nicht gerecht werden kann und dass die funktionale Rolle von Furcht und Vorsicht bei Älteren nur im Zusammenhang individueller und sozialer Resilienzkonstellationen geklärt werden kann. Kriminalitätsfurcht wird als Thema einer entwicklungspsychologischen Viktimologie ausgewiesen.
Publication Type
BookPart
Author
Editor • • •
Görgen, Thomas
Hoffmann-Holland, Klaus
Schneider, Hans
Stock, Jürgen
Date Issued
2008
Faculty
Institute / Institution
Published in
Interdisziplinäre Kriminologie: Festschrift für Arthur Kreuzer zum 70. Geburtstag - Band 1
Publisher
Verlag für Polizeiwissenschaft
Publisher Place
Frankfurt am Main
Page Start
178
Page End
189
ISBN
978-3-86676-046-2
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